Geschichte

Zur Geschichte des Ortsbürgervereins Im Oktober 1957 fanden Besprechungen eines Kreises von Einwohnern aus Metjendorf und Heidkamp statt. Im Interesse der ganzen Bevölkerung wurde es als wünschenswert betrachtet, erneut einen Ortsverein ins Leben zu rufen, der sich tatkräftig für die Belange des Dorfes einsetzt.“ So beginnt das Protokoll, das der Hauptlehrer Herbert Kuhse über die oben genannte Versammlung angefertigt hat und das als „Geburtsurkunde“ unseres Ortsbürgervereins angesehen werden kann. Aus dem Kreise der an der Besprechung beteiligten Personen wurden dann Emil Suhrkamp als 1. Vorsitzender, Günther Eiting als 2. Vorsitzender, Herbert Kuhse als Schriftführer und Willi Fuß als Rechnungsführer in den Vorstand des neu gegründeten Ortsvereins gewählt. Weiter heißt es im Gründungsprotokoll: Die erste Aufgabe, die sich der Verein gestellt hat, ist die Schaffung einer Straßenbeleuchtung. Nach vielen Beratungen wurde zur Selbsthilfe geschritten. Mit großem Engagement und persönlichem Einsatz wurde diese Aufgabe angegangen und umgesetzt, sodass der Ortsverein im November 1959 die Bilanz ziehen konnte: Die Ortsbeleuchtung, die wesentlich zur Neugründung unseres Vereins beitrug, hat sich so gut bewährt, dass niemand sie heute entbehren möchte. In den folgenden Jahren wurden noch viele weitere große Projekte in Angriff genommen und erfolgreich umgesetzt: – die Schaffung und Gestaltung eines Kinderspielplatzes in Heidkamp, – die Anbindung unserer Ortsteile an den „Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) an die Stadt Oldenburg, – die Neugestaltung der Denkmalanlage „Elisabethstein, – dorfverschönernde Pflanzaktionen. Besonders hervorzuheben ist hierbei der große persönliche und zeitintensive Einsatz der einzelnen Vorstandsmitglieder, denn der Ortsverein hatte damals erst wenige aktive Mitglieder. Dies änderte sich dann ab November 1959. Die erfolgreiche Arbeit des Ortsbürgervereins fand breite Anerkennung in der Bevölkerung, die sich auch in einer sprunghaften Mitgliederentwicklung niederschlug. Des weiteren beschäftigte sich der Ortsverein schon damals mit Verkehrsproblemen im Bereich der Ortsdurchfahrt von Metjendorf und mit dem Problem Fluglärm vom angrenzenden Fliegerhorst. Diese Themen begleiteten den Ortsbürgerverein dann auch über viele Jahrzehnte – bis in die Gegenwart hinein. Mit vielen Eingaben, Beschwerden und Protesten wehrte sich der Ortsbürgerverein im Interesse der direkten Anwohner des Fliegerhorstes gegen die Dauerbelastung durch Flug- und Betriebslärm. Deswegen wurden Anfang der 90er Jahre die Absichten der Bundeswehr, ihren Flugbetrieb auf dem Fliegerhorst in absehbarer Zeit einstellen zu wollen, mit Erleichterung und Zustimmung von der Bevölkerung aufgenommen. Als Ende der 90er Jahre dann bekannt wurde, dass eine Gruppe flugbegeisterter Interessenten nach Abzug der Bundeswehr den Fliegerhorst für den zivilen Flugverkehr nutzen wolle, reagierte der Ortsbürgerverein umgehend und bekundete auf Informationsveranstaltungen und mit sonstigen Aktivitäten seine ablehnende Haltung. Auch heute noch beschäftigt sich der Ortsbürgerverein im Wesentlichen mit ähnlichen Aufgaben und Problemen wie zu Gründerzeiten: – Verkehrsprobleme / Verkehrssicherheit für Kinder und ältere Menschen – Dorfverschönerungsmaßnahmen / Pflanzaktionen – aufstellen von Ruhebänke – Erhaltung und Verbesserung der Anbindung an den ÖPNV in Richtung Oldenburg (1999) – Neugestaltung und Pflege der Denkmalanlage „Elisabethstein“ (2005) – Kinderspielplatz in Heidkamp: neue Sitzecke, neues Spielgerät (2007) – Kritische Diskussion der Bauentwicklung in unseren Ortsteilen Viele Aufgaben und Probleme werden in Zusammenarbeit, auch in finanzieller Hinsicht, mit der Gemeinde Wiefelstede gelöst. Daneben kümmert sich der Ortsbürgerverein um das dörfliche Zusammenleben der Bürgerinnen und Bürger unserer Ortsteile und um das soziale und kulturelle Miteinander: – Busfahrten mit Besichtigungen und Führungen – Fahrrad-Touren durchs Ammerland mit anschließendem Grillen – Plattdeutsches Theater jeden 1. Freitag im Februar des Jahres – Platt snacken mit Helma“ – monatliche Gesprächsrunden mit Helma Neumann – Teilnahme am Nikolausmarkt – Beteiligung an den Ferienpass-Aktionen für Schulkinder – Bürgerversammlungen zu wichtigen örtlichen Themen und Problemen – Informationsabend mit Vorstellung der örtlichen Rats-Kandidaten und Kandidaten für das Bürgermeisteramt. Im Jahr 2007 konnte der Ortsbürgerverein seinen 50. Geburtstag feiern. Über das ganze Jahr verteilt fanden viele verschiedene Veranstaltungen und Aktivitäten statt, die schließlich am 6. Oktober 2007 unter großer Beteiligung der örtlichen Vereine aus Metjendorf, Heidkamp und Ofenerfeld und der Mitglieder des Ortsbürgervereins in die Jubiläumsfeierlichkeiten im Heinrich-Kunst-Haus mündeten.