Der „Elisabethstein“

startseite Wenn man im Kreuzungsbereich Metjendorfer Landstraße – Alter Postweg für einen kurzen Moment seine Aufmerksamkeit nicht dem Verkehr widmet, wird der Blick vielleicht auf ein schön geschnitztes Hinweisschild gelenkt: „Elisabethstein“. Hinter der Heckenumrandung einer Grünfläche verbirgt sich die vom Ortsbürgerverein 2005 neu angelegte Denkmal-Anlage „Elisabethstein“. Großherzogin Elisabeth, die Ehefrau des von 1853 bis 1900 regierenden Großherzogs Nikolaus Friedrich Peter, ließ sich sehr häufig vom Oldenburger Schloss in die nähere und weitere Umgebung des Oldenburger Landes kutschieren. Dabei muss es ihr das kleine Bauerndorf am Rande der Alexanderheide besonders angetan haben, denn zeitweilig ließ sie sich sogar täglich am frühen Nachmittag in nördliche Richtung weit über die Stadtgrenze hinaus zum „Metjengerdeshaus“ fahren, um hier ein wenig in der reizvollen Natur zu verweilen. Hierbei ist es auch wohl zu kurzen Gesprächen mit den Dorfbewohnern gekommen, die, beeindruckt von der großherzoglichen Persönlichkeit, ihr zu Ehren und zur Erinnerung einen Gedenkstein aufgestellt haben. Leider lässt sich das Jahr der Setzung nicht mehr ermitteln. Möglicherweise wurde er kurz nach dem Tode der Großherzogin im Jahre 1896 errichtet. Das Gelände mit dem „Elisabethstein“ wurde dann über all die Jahre hinweg liebevoll von den Metjendorfern gepflegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm der 1948 gegründete Heimatverein diese Aufgabe. Im Zuge der Verbreiterung des Alten Postweges musste der „Elisabethstein“ später umgesetzt werden. Am 30. August 1953 wurde er an seinem jetzigen Standort in einem feierlichen Festakt unter Teilnahme des Erbgroßherzogs Nikolaus von Oldenburg wieder enthüllt. Danach scheint die Anlage wieder ein wenig in Vergessenheit geraten zu sein. Zehn Jahre später übernahm dann der inzwischen gegründete Ortsbürgerverein die Denkmal-Anlage in seine Obhut. Der Vorstand übernahm in ehrenamtlicher Arbeit im Rahmen der „Dorfverschönerung“ auch die weitere Pflege der Denkmal-Anlage um den „Elisabethstein“. Im Jahre 2005 waren es dann wieder aktive Mitglieder des Ortsbürgervereins, die den inzwischen wieder zugewachsenen Gedenkstein freilegten. In mehreren Arbeitseinsätzen unter fachmännischer Anleitung eines Landschaftsgärtners und mit Unterstützung der Gemeinde und der örtlichen Vereine wurde die Denkmal-Anlage neu angelegt und hergerichtet. Seitdem lädt dort auch eine Bank zum Verweilen ein, und eine Informationstafel erinnert an die Geschichte dieses kulturgeschichtlichen Denkmals zwischen Metjendorf und Heidkamp.